Heilige Orte – Wenn sich Himmel und Erde berühren
Faszination, Konflikte und die Frage nach einem friedlichen Miteinander
Heilige Orte bündeln Erinnerungen, Hoffnungen und religiöse Überzeugungen – und sind zugleich häufig Schauplätze von Machtansprüchen, Konflikten und Gewalt. In einer globalisierten Welt werden sie zu Brennpunkten gesellschaftlicher Spannungen, aber auch zu möglichen Lernorten des Friedens.
Der Vortrag erschließt die religionswissenschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Orten und zeigt, warum sie niemals neutral sind. Aus einer topologischen Perspektive wird deutlich: Orte erhalten ihre Bedeutung durch menschliche Zuschreibungen. Heiligkeit ist dabei keine objektive Eigenschaft, sondern eine Deutung der Wirklichkeit, die Zugehörigkeit stiftet und zugleich ausschließen kann.
Im Zentrum steht Jerusalem als paradigmatisches Beispiel. Kaum ein Ort verdichtet religiöse Ansprüche, historische Verletzungen und politische Konflikte so stark. Jerusalem macht sichtbar, wie Heiligkeit Frieden blockieren kann – und welche Bedingungen notwendig sind, um trotz konkurrierender Wahrheiten respektvoll zusammenzuleben.
Andreas G. Weiß lädt ein, heilige Orte als Spiegel gesellschaftlicher Konflikte zu lesen – und als mögliche Übungsräume für Dialog, Respekt und Friedensfähigkeit.
Datum:
Dienstag, 17. November 2026
, 19:00-21:00 Uhr
Ort:
Bildungshaus Osttirol, Pfarrgasse 6, 9900 Lienz
Beitrag:
Freiwillige Spende erbeten
Referent/in:
MMag.Dr. Andreas Weiß, Andreas G. Weiß, geboren 1986, ist Direktor des Katholischen Bildungswerks Salzburg, Autor zahlreicher Publikationen zu Politik und Religion und lehrte unter anderem an der Missouri State University in den USA., Elsbethen
Veranstalter:
Bildungshaus Osttirol
Mitveranstalter:
Gefördert von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung