Leader-Projekt „Bedarfserhebung Erwachsenenbildung in Osttirol“ nachvollziehen

Lebenslanges Lernen ist der Schlüssel, um den raschen Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft gewachsen zu sein. Das BHO möchte Erwachsene besseren Zugang zu Lern- und Weiterbildungsmöglichkeiten verschaffen und so einen wichtigen Beitrag zu Inklusion, sozialem Aufstieg und Demokratiefähigkeit leisten.

Mit dem Ziel, dass 60 Prozent aller Erwachsenen bis 2030 jedes Jahr an einer Weiterbildungsmaßnahme teilnehmen sollen, hat der EU-Sozialgipfel in Porto ein starkes Zeichen für die Bedeutung von Bildung und Lernen gesetzt. Das Bildungshaus Osttirol (BHO) als regionales Bildungszentrum für Osttirol und Einrichtung der Diözese Innsbruck nimmt diese Herausforderung an und startet ein Projekt, um die Erwachsenenbildung in der Region weiterzuentwickeln.

Im Zentrum des neuen Projekts steht die Erhebung von Bedarfen und Potenzialen im Bereich der Erwachsenenbildung für die Region Osttirol. Welche Themen spielen in den nächsten Jahren eine Rolle, um Menschen zu befähigen, den digitalen und ökologischen Wandel mitzugestalten? Auf welche Formen der Vermittlung müssen sich Erwachsenbildungseinrichtungen vorbereiten? Wie sieht die Erwachsenbildungslandschaft Osttirol konkret aus? Und unter welchen Voraussetzungen sind Menschen in Osttirol bereit, Bildungsveranstaltungen zu besuchen?

Aufbauend auf den Ergebnissen der Studie soll die Positionierung des Bildungshauses Osttirol reflektiert und Handlungsempfehlungen für die Zukunft erarbeitet werden.

Das Projekt „Bedarfserhebung Erwachsenenbildung in Osttirol“ kann ein wichtiger Schritt sein, um die Erwachsenenbildung in der Region weiterzuentwickeln und sicherzustellen, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, sich weiterzubilden und ihre Kompetenzen zu entwickeln.

Projektablauf 

Unterschieden wird zwischen zwei Prozessen, die aufeinander abgestimmt chronologisch verlaufen:

  • Prozess 1: Professionelle Begleitung im Dreierteam vor Ort in Workshops
  • Prozess 2: Erhebungen mit Studierenden

Prozess 1: Professionelle Begleitung vor Ort

Orientierungsworkshop mit der Zielsetzung: Herausarbeitung der Fragestellungen und Zielsetzungen hinsichtlich der zukünftigen Positionierung des Bildungshauses in Osttirol; Erarbeitung der zentralen Fragestellungen für die Befragungen, Definition der verschiedenen Zielgruppen Grundlage für Untersuchung mit Studierenden); Erwartungsklärung für den Prozess der Projektlaufzeit.  

Syntheseworkshop mit der Zielsetzung: Rückspiegelung der Ergebnisse in die Region als Grundlage für eine strategische Ausrichtung des Bildungshauses, Feedback, Handlungsempfehlungen.  

Prozess 2: Erhebungen mit Studierenden

Erhebung der Rahmenbedingungen zum Thema sowie Gruppendiskussionen zu „Potenzialen und Bedarfen im Bereich Erwachsenenbildung aus Sicht der Menschen in der Region" (aus den Erkenntnissen wird dann die Befragung im Folgesemester gespeist). Leitfadengestützte Interviews bzw. Fragebogenerhebung in der definierten Zielgruppe.

Das Projekt steht im Kontext der Fragestellung des „Lebenslangen Lernens", der Institutionalisierung von Bildungsinfrastruktur in peripheren Regionen und des Schwerpunkts vieler europäischer Verwaltungseinrichtungen und Ministerien zum Thema der Lernenden Regionen. Zudem stehen die Fragen regionaler institutioneller Kooperationen im Fokus.

Leader-Projekt „Bedarfserhebung Erwachsenenbildung in Osttirol“ nachvollziehen

Leader-Projekt „Bedarfserhebung Erwachsenenbildung in Osttirol“ nachvollziehen