„Give to Gain“ – Ein Morgengebet zum Weltfrauentag
Das Motto, das weltweit im Rahmen des International Women’s Day aufgegriffen wurde, macht deutlich: Geben bedeutet nicht, weniger zu besitzen, sondern mehr miteinander zu teilen. Soziale Verantwortung wird zur Bereicherung – für jede Person und für die Gemeinschaft.
Biblischer Impuls: Die Begegnung am Jakobsbrunnen
Im Mittelpunkt des Gebets stand die Erzählung von Jesu Begegnung mit der Samariterin am Jakobsbrunnen. Diese Szene zeigt, wie ein einfacher Moment des Gebens eine überraschende Tiefe gewinnen kann. Jesus beginnt das Gespräch mit einer Bitte um Wasser – ein bewusster Schritt über religiöse und gesellschaftliche Grenzen hinweg. Die Frau lässt sich auf dieses Gespräch ein und begegnet ihm mit Offenheit.
Im Dialog schenkt Jesus ihr schließlich das Bild vom „lebendigen Wasser“, das im Inneren jedes Menschen zur Quelle werden kann. So wird deutlich: Geben schafft Beziehung, Vertrauen und neue Perspektiven – und verwandelt beide Seiten.
Gemeinsame Gesten
Ein symbolischer Moment entstand, als die Teilnehmenden Steine am Brunnen ablegten – Zeichen für all jene Bereiche, in denen Geben schwerfällt. Anschließend wurde auf großen Kärtchen festgehalten, wie jede und jeder persönlich zu mehr Gleichberechtigung beitragen möchte. Ein kleiner Zettel mit dem ersten eigenen Schritt durfte als Erinnerung mit nach Hause genommen werden.
Segen und Ausklang
Ein Segensgebet und gemeinsamer Gesang rundeten das Morgengebet ab.
Beim anschließenden Brunch – vorbereitet von den Frauen des Flüchtlingsheims Kleinvolderberg – konnten die Gespräche im Geist von Give to Gain weitergehen: miteinander teilen, einander stärken, gemeinsam wachsen.
Eine Veranstaltung vom Frauenreferat der Diözese Innsbruck gemeinsam mit der Katholischen Frauenbewegung, dem Haus der Begegnung und dem Integrationshaus der Caritas.