Tag der Liturgie 2025
07. März 2025 | 10:00-16:00 Uhr | Innsbruck - Haus der Begegnung
Schätze und Chancen der Liturgie
Symbole – Zeichen – Sinnlichkeit
Der Vollzug von Symbolen und Ritualen gehört unverzichtbar zur Feier von Liturgie dazu - sie verweisen in menschlicher Form und damit bruchstückhaft auf die Unaussprechlichkeit Gottes und sind uns Heilszeichen.
In unserer Zeit sind sie manchmal nur mehr schwer nachvoll-
ziehbar. Der Ruf nach „neuen Symbolen“ wird laut. Wir wollen den damit aufgeworfenen Fragen nachgehen, unsere Erfahrungen teilen und Wege entdecken, wie christliche Symbole und Rituale zeitgemäß und damit nahe an den Lebensvollzügen der Menschen bleiben.
Hauptreferent
Dr. Christoph Freilinger
Österreichisches Liturgisches Institut
Leitung
Dr. Christine Drexler
Liturgiereferentin der Diözese Innsbruck
Anmeldung
bis 24.02.2025
Abteilung Pfarre und Gemeinschaften
+43 512 2230-4401
pfarre.gemeinschaften@dibk.at
Workshops
-
Christoph Freilinger
„Damit wir e i n Leib und e i n Geist werden in Christus“ (3. Hochgebet)
Zu Ritus und Bedeutung des Kommunionteils in der Messfeier -
Elena Mizrachi
Zeichen am Körper tragen.
Wenn christliche Symbole im außerkirchlichen Bereich praktiziert werden – Tattoos, Ketten, Armbänder … -
Christine Drexler
Luftballons, Blütenblätter und Steine ja – Smartphones nein?
Chancen und Grenzen von neuen Symbolen und ungewohnten Ritualen im gottesdienstlichen Vollzug -
Christian Nuener
Symbole und sinnliche Zeichen im sonntäglichen Wortgottesdienst -
Anna Hintner
Tun was wir sagen.
… weil Kinder sensibel für Symbole und Rituale sind -
Phillip Tengg
Zwischen lit und cringe.
Symbole und Rituale mit Jugendlichen erschließen -
Liborius Lumma
„Erhebt euch und preist den HERRN“ (Neh 9,5) –
Körperhaltungen in der Liturgie -
Manfred Novak
Liturgische Zeichen: Eine singende Annäherung
Liturgische Zeichen werden nicht nur geschaut, gehört, gerochen, geschmeckt und gespürt, sie werden auch besungen.
Verschiedene musikalische Formen probieren wir im Workshop gemeinsam aus. -
Stefan Schöch, Jakob Patsch
Kirchenraum und Feierqualität

kafemik / pixabay.com
Tag der Liturgie 2025 - Rückblick
Wir brauchen kundige Ritualmeister:innen und Mystagog:innen
Rund um den Beginn der Fastenzeit findet in Innsbruck traditionell der Tag der Liturgie statt. Liturgieschaffende und Interessierte aus der ganzen Diözese sind zu Fortbildung und Erfahrungsaustausch eingeladen. Heuer drehte sich alles um das Thema „Symbole und Rituale“.
Dr. Christoph Freilinger (Österreichisches Liturgisches Institut) arbeitete in seinem Hauptreferat pointiert heraus, wie entscheidend es ist, Symbole und Rituale mutig und entschieden zu vollziehen bzw. sie so anzuleiten, dass sie lebendig werden. Das Ziel liegt einzig darin, auf jene andere, uns mit unseren Sinnen nicht zugängliche Wirklichkeit, die wir Gott nennen, zu verweisen. Gottesdienst feiern ist als Ganzes symbolisches Handeln, rituell verdichtete Zeit.
Problematisch ist jede Tendenz zur Deritualisierung, sei es durch gut gemeinte Erklärungen, Intellektualisierung oder katechetische Verzweckung. Es geht um das gemeinsame Vollziehen eines Rituals, in dem wir uns in die Wirklichkeit Gottes hineinspielen. Eine Show mit Publikum ist nicht im Sinne des Erfinders. Vielmehr brauchen wir kundige Ritualmeister:innen und erfahrene Mystagog:innen, die sich in der Dramaturgie des Feierns gut zurechtfinden.
In acht Workshops zu verschiedenen Aspekten dieser komplexen Thematik wurde am Nachtmittag intensiv weitergearbeitet. Die Zugänge erstreckten sich von der Auseinandersetzung mit dem Brot-Symbol im Kontext der Eucharistiefeier über die Frage nach bewährten und nach neuen Symbolen und Ritualen – sei es im sonntäglichen Wortgottesdienst, in der Feier mit Kindern und Jugendlichen oder zu besonderen liturgischen Anlässen – bis hin zur Frage der Körperhaltungen in der Liturgie, des Zusammenhangs von Kirchenraum und Feierqualität und last but not least der musikalischen Annäherung an liturgische Zeichen und Rituale.
Miteinander essen und trinken, singen, beten, erzählen und zuhören – das waren über das Programm hinaus die wichtigen Zutaten für einen ermutigenden Tag voller Impulse und Anregungen.
Christine Drexler
Tag der Liturgie 2024
Tote begraben und Trauernde trösten
Herausforderungen angesichts gesellschaftlicher Veränderungen in der Bestattungskultur
Tote begraben und Trauernde trösten gehört zentral zum christlichen Auftrag in der Welt. Die Kirche zählt dies zu den Werken der Barmherzigkeit. Die damit verbundenen Aufgaben erfordern viel Fingerspitzengefühl, Empathie und Sorgfalt, aber auch den Mut und die Bereitschaft, sich auf neue Formen der Bestattung, wie sie in den letzten Jahrzehnten Verbreitung gefunden haben, einzustellen: vom traditionellen dörflich-kirchlichen Begräbnis bis hin zur sogenannten anonymen Bestattung reichen die Wünsche der Verstorbenen bzw. ihrer Angehörigen.
Wir gehen der Frage nach, wie die christliche Auferstehungshoffnung unter sich stets ändernden gesellschaftlichen Bedingungen je neu zum Ausdruck gebracht werden kann – in Worten, Symbolen und Ritualen.
Dokumentation
Eine ausführliche Dokumentation der Tagung ist erhältlich unter: pfarre.gemeinschaften@dibk.at
Kurzbericht
TDL 2024_Kurzbericht_cd
Kontakt und Information
Dr. Christine Drexler │ Liturgiereferentin │ +43 676 8730 4403 │ christine.drexler@dibk.at
